|Rezension| Der schwarze Thron (2) – Kendare Blake

`Aus diesem Getuschel ist das reinste Gebrüll geworden. Und zwar schon vor langer Zeit, angefangen mit der untoten kleinen Katharine. Die Leute sagen, die Schwestern wären keine anständigen Königinnen. Dass mit ihnen etwas nicht stimmt.` `Sprich nicht so über die Königinnen […] Sie sind heilig!`

DetailsIMG_20180316_095506

Erstausgabe: 2017

 

Verlag: Penhaligon

ISBN: 978-3-7645-3147-8

Seiten: 508

Genre: Roman/Fantasy

 

Klappentext

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt – nun muss sich jede Königin entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.

 

Rezension

Achtung: In dieser Rezension geht es um den zweiten Teil der Reihe. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat kommt hier zu meiner Rezension.

In meiner Rezension zu Teil 1 (Die Schwestern) habe ich kritisiert, dass der Einstieg in die Geschichte nicht so gut gelungen ist. Die Story zog sich zu Beginn etwas und kam nur langsam ins Rollen. Dies ist bei Der schwarze Thron – Die Königin ganz anders. Band eins hatte zum Ende hin so viele überraschende Elemente eingebaut, dass wir nun zu Beginn des Jahr des Aufstiegs stehen, die Karten jedoch völlig neu gemischt sind.

Ziemlich schnell habe ich mich wieder an die Charaktere gewöhnt und fühlte mich ihnen näher als in Teil 1. Die drei Königinnen, Arsione, Katharine und Mirabella, haben sich zum Teil deutlich weiterentwickelt und es wird schnell klar, dass sich bei einer von ihnen etwas im tiefsten Innern verändert hat. Im Laufe der Geschichte streut die Autorin immer wieder Hinweise ein, die oft nur durch Passagen im Leben der anderen Protagonisten einen größeren Zusammenhang erkennen lassen. So etwas liebe ich persönlich ja, denn so konnte ich mir anhand verschiedenster Geschichten zusammenreimen, was hinter der Veränderung steckt, aber auch Hypothesen darüber aufstellen, was noch alles passieren könnte.

In Katharines Augen bereitet sich eine solche Finsternis aus, dass Arsinoe abrupt auf ihren Fersen landet. Wieder überkommt sie das Gefühl, dass mit Katharine etwas nicht stimmt. Irgendetwas an ihr ist seltsam. (S.436)

Die Geschichte überschlägt sich zum Teil fast, da so viele Dinge passieren. Alle drei Schwestern holen zum Schlag aus, müssen sich verteidigen, bangen um ihre Liebsten und werden immer wieder mit neuen Hindernissen, die bis zum Tod führen können, konfrontiert. Ich hatte das Gefühl, dass Kendare Blake den Fokus sehr auf Arsinoe und Jules gelegt hat – hier bekommt man als Leser die tiefsten Einblicke – doch anhand der Story drängte sich mir auch der Gedanke auf, dass die Autorin einfach noch mehr mit den Charakteren aus Arsinoes Handlungsstrang vorhat. Da scheinbar noch ein dritter und vierter Teil geplant sind, vermute ich einfach mal, dass sich die Geschichte dort stärker auf diese Figuren fokussieren wird.

Grundsätzlich ist das Buch super zu lesen, die Story ist düster und ich bin überrascht davon, wie stark sich die Charaktere Arsinoe und Katharine entwickelt haben. Auch die Nebendarsteller, wie Jules oder Billy haben eine echte Bindung zu mir entstehen lassen – auch wenn ich Jules teilweise etwas anstrengend fand. Dagegen erschien mir Mirabella jedoch ein bisschen vernachlässigt.

Sie will nicht mehr reden. Einen schnellen Blitzschlag, mehr braucht es nicht. Wenn sie nicht hinsieht, wird die Tat sie hinterher vielleicht nicht verfolgen. (S. 81)

Das Ende ist dann schlussendlich ein wenig abrupt und lässt ein paar Fragen offen, doch meiner Meinung nach schadet das nicht. Wer weiß, vielleicht werden diese in den kommenden Bänden ja auch noch geklärt..

 

Fazit

Meiner Meinung nach eine Steigerung zum ersten Band und sehr lesenswert. Es wird nicht langweilig und mir als Leserin viel es sehr leicht, mich in die Geschichte einzufinden. Ich konnte mich sehr gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen und auch diejenigen verstehen, die ich nicht so sehr mochte. Wer Teil 1 gelesen hat sollte unbedingt auch diesen Teil lesen!

 

Was sagt ihr zu dem Buch? Lasst mir gerne eure Meinung in den Kommentaren da. 🙂

Eure

Unterschrift

 

2 Kommentare zu „|Rezension| Der schwarze Thron (2) – Kendare Blake

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